H o m e   O f   P a u l i O p a

Brotbacken ist so einfach...



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Verschiedene Brote mit Brotbackmischungen der Frießinger Mühle aus Deutschland

Kürzlich rannte ich beim HOFER, dem günstigen Supermarkt in meiner Nähe, in Wien gegen einen Palettenstapel mit verschiedensten Brotbackmischungen der Frießinger Mühle aus Deutschland. Eine Vielfalt sondergleichen, relativ billig im Vergleich zum üblichen Preis für fertiges Brot. Kurz überrechnet und 10 verschiedene Mischungen gekauft (Das ergibt insgesamt 15 kg fertiges Brot).

Ich bin normalerweise ein Nichtbäcker. Backen war mir immer suspekt, obwohl ich gerne gute Mehlspeisen gebacken hätte, wie meine Mutter. Aber erste Misserfolge hielten mich davon ab, Mehlspeisen zu backen, besonders Mehlspeisen aus Germteig.

Das wurden meistens "Totschen" und blieben zumeist "sitzen". Ich hatte auch bei diversen Desserts keine so guten Erfolge gehabt, aber das änderte sich im Laufe der Zeit.

Ich erinnere mich an meinen ersten Pizzabackversuch vor etwa 35 Jahren. Ich bereitete einen Supergermteig nach Vorschrift zu, ließ ihn dreimal an einem warmen Ort zugedeckt "gehen" und füllte diesen dann mangels anderer Utensilien in ein Reindl (Kasserolle). Das war etwa halbhoch mit Teig gefüllt.

Diesen Teil belegte ich dann nach "Vorschrift" mit Paradeisern und anderen "pizzagerechten" Zutaten, würzte mit Oregano und schob das Reindl in das vorgeheizte Backrohr. Es duftete herrlich in der Wohnung.

Nach etwa 45 Minuten nahm ich das Reindl aus dem Backrohr und - siehe da - der Germteig war super aufgegangen und machte einen mordsmäßigen "Gupf". So ist mir das normalerweise mit anderen Germteigen nie gelungen. Aus der geplanten Pizza war ein Pizzakuchen geworden, etwa 10 cm hoch und an der Oberseite mit den köstlichen Zutaten belegt, wie es sich für eine Pizza halt gehört.

Einerseits war ich natürlich enttäuscht über dieses Missgeschick, denn eine Pizza hatte flach zu sein und nicht in Überreindlhöhe und noch dazu mit Gupf. Mein Freund Willi aber hatte seine reine Freude daran. Wir luden seine Frau und ihn zum Essen dieses Pizzagebildes ein. Jeder erhielt eine entsprechend schöne und große Portion.

Der Willi aber hatte dann im Laufe des Abends die ganze "von dem ich glaubte, dass es eine Pizza wäre" weggegessen. Er meinte, es habe ihm sehr gemundet und was ich denn nur hätte. "Du hast eine neue Variante einer Pizzazubereitung gefunden. Also nennen wir diese Variante einer Pizza ".

Soweit zu meine Backkünsten. Jetzt plante ich einen neuen Versuch mit Brotbacken und las sorgfältig die Zubereitungsanleitung auf der Brotmischungspackung für das Mehrkornbrot. Die war sehr klar gestaltet und nicht in üblichem Küchenhochdeutsch gehalten, so dass ich auch etwas damit anfangen konnte.

Ich hielt mich genau an die Vorschrift mit der Wasserzugabe, dem Teig "gehen lassen" und der Backtemperatur (mit einer Tasse Wasser im Backofen).

Diese Zubereitung war so einfach:

  • 1/2 kg Backmischung in ein Rührgerät, 320 ml Wasser dazu und 10 Minuten auf der höchsten Stufe mit den Knethaken durchgemischt.

  • Danach habe ich die Knethaken entfernt und den Teig 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.

  • Nach dieser Zeit wurde ein Backblech vorbereitet, gut mit Butter eingefettet (man kann auch Backpapier nehmen), der Teig darauf in etwa Weckenform platziert (man kann auch andere Formen erzeugen) und wieder für etwa 40 Minuten "gehen lassen".

  • Das Backrohr habe ich dann auf 230 °C vorgeheizt, den gut aufgegangenen Brotwecken mit Wasser bestrichen, zünftig mit einem kleinen Kochlöffel an der Oberseite drei Löcher gestochen und in das Rohr geschoben.

  • Nach 10 Minuten auf 160 °C (Heißumluft) heruntergestellt und nach etwa 30 Minuten "das beste je von mir so duftig und krustig und knusperig gebackene Brot" aus dem Backrohr geholt, auf ein Brett gelegt und zugedeckt überkühlen lassen.

Ich konnte es kaum erwarten, den ersten Anschnitt, das "Scherzerl" zu probieren. Es war einfach herrlich, so gutes Brot zu genießen (wie damals in Moskau, nur noch besser).

Das war mit dem Mehrkornbrot. Da gibt es noch das Kürbiskernbrot, das Bauernbrot, das Roggenbrot, das Weißbrot (auch für Semmeln, Wecker, Salzstangerl, Mohnstriezerl oder Ajour-Gebäck...).

Seither backe ich sehr oft und sehr gerne Brot. Es ist die gleiche einfache Zubereitung, wie für den Becherkuchen, den ich zwischenzeitlich in verschiedensten Variationen auch gerne backe.

Was mir auch noch aufgefallen ist: Man kann nach meiner Erfahrung ein 1/2 kg von der Kilopackung einfach entnehmen, ohne dass die Qualität des Brotes leidet, diese Mischung ist so gut gemischt.

Ich weiß nicht, ob ich Euch überzeugen konnte, auch Brot selber zu backen. Mir macht es jedenfalls Spaß.

Auf den Packungen sind auch Rezepturen und Zubereitungsarten für diese Automaten beschrieben. Ich verwende aber selber keinen Backautomaten (für meinen Bedarf reichen die vorhandenen Mittel), das halte ich für zünftiger.

Wegen der Brotform ist wichtig, diese gut zu fetten (dann wird die Unterseite des Brotes auch resch). Das Brot prüfe ich auf den Garzustand mit einer Stricknadel. Einfach an einigen Stellen einstechen und nachschauen, ob Teig an der Nadel haftet (das mache ich auch bei verschiedenen anderen Mehlspeisen).

„Gschmackige“ Rezepte für Brote gibt es auch auf der Internetseite der Frießinger Mühle.

Da gibt es Brot-Snack, Buttermilchbrot, Drei-Korn-Brot, Erdnussbrot, Focaccia (italienisches Fladenbrot), Gute-Laune-Brot, Herzhaftes Gewürzbrot, Honigbrot, Kräftiges Landbrot, Kräuterbrot, Kümmelbrot, Kürbiskernbrot, Mandelbrot, Müslibrot, Pizza, Rosinenstuten, Schinkenbrötchen, Schnittlauchbrot, Sonntagsbrot, Vitaminbrot, Walnussbrot und Zwiebelbrot... Schaut dort mal rein.

Gutes Brotbackgelingen und Vergnügen wünscht

Der PauliOpa