H o m e   O f   P a u l i O p a

Der PauliOpa geht Rodeln...

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...und wie er ein Schlittenhund wurde, wie wir den Rodelhang raufgelaufen und runtergerodelt sind, und wie ich dann verdutzt im Schnee saß...

Als ich wieder einmal nach der Schule im Winter beim PauliOpa war, sagte er: "Heute ist ein richtig schöner Tag zum Rodelfahren."

Also ging der PauliOpa in den Keller und holte seine Rodel herauf. Er staubte sie ab, da sie ja die ganze Zeit seit dem letzten Winter nicht benutzt worden war und sich Staub auf ihr breit gemacht hatte. Auch die Kufen waren leicht rostig. Also nahm der PauliOpa etwas Stahlwolle und befreite so die Kufen vom Rost. Nachher ölte er sie etwas mit einem Fahrradöl ein.

Dann zogen wir uns wieder warm an, mit Schal Haube und Fäustlingen, und los ging's. Wir marschierten zu einem kleinen Hügel in der Nähe von unserem Haus. Der PauliOpa spielte auf dem Weg Schlittenhund und zog mich die ganze Zeit, bis wir auf der Rodelpiste waren. Dort musste ich aber absteigen, denn der PauliOpa sagte, er sei ein Schlittenhund und kein Elefant, dass er mich auch noch auf den Berg hinaufziehen könne.

Als wir oben angekommen waren, nahmen wir auf der Rodel Platz und rodelten den Berg hinunter. Der PauliOpa lenkte die Rodel mit den Füßen, damit wir auch ja richtig auf dem Weg blieben und keine Bäume beschädigten, wie der PauliOpa sagte.

Unten angekommen, stiegen wir von der Rodel ab und stapften wieder an der Seite der Rodelpiste hinauf , damit wir auch keine anderen Rodler behinderten oder einen Zusammenstoß hätten, das sei nicht ganz ungefährlich.

Der PauliOpa sagte auch, dass man immer aufpassen und auch an andere denken sollte, wenn man etwas tue, man sei ja schließlich nicht alleine auf der Welt. Er verstehe manche Mütter oder Großmütter nicht (aber auch Väter und Großväter seien hier genannt), die am Pistenrand stünden und einem kleinen Plausch frönten, dabei aber ganz vergaßen, den Kindern zu sagen, dass sie vorsichtiger sein sollten, wenn sie sich unachtsam verhielten und nicht aufpassten. Ein Fuß oder eine Hand sei bald gebrochen...

Er meine ja nicht, dass man sich unter einen Glassturz stellen sollte, aber wenn man von klein an auf verschiedene Dinge zu achten lernt, dann sei das sicherlich für später auch brauchbar.

Jedenfalls war das Rodeln sehr lustig und ich freute mich schon beim Hinaufstapfen auf die Fahrt hinunter, dass ich gar nicht spürte, dass das Bergaufgehen anstrengend war.

Einmal war ich schon etwas müde und ich setzte mich dann, unten angekommen, wieder auf die Rodel, damit mich der PauliOpa als "Elefant" auf den Berg hinaufziehen sollte.

Er sagte, dass er nichts dagegen habe und ich solle mich nur gut festhalten. Ich war ganz vergnügt und freute mich, dass ich nun nicht den Berg hinaufstapfen musste. Der PauliOpa plagte sich schon etwas und einmal auf einem etwas steileren Stück hat er dann fester gezogen.

Wie er so anzog, habe ich den Halt auf der Rodel verloren, rutschte rückwärts von der Rodel herunter und saß verdutzt im Schnee. Der PauliOpa hatte gar nichts gemerkt, jedenfalls tat er so, und als er mich dann aber im Schnee sitzen sah, lachte er recht herzlich.

Ich stand, leicht verärgert, auf und stampfte wütend mit den Fuß in den Schnee. Dann musste ich aber doch auch lachen und wir setzten den Weg nach oben fort.

Als wir nach der Abfahrt wieder am Fuße des Hügels angekommen waren, sagte der PauliOpa, nun es sei schon genug für heute und wir sollten nach Hause gehen. Ich konnte ihn durch Verhandlung noch zu zwei weiteren Fahrten überreden.

Dann gingen wir wieder nach Hause, der PauliOpa wieder vorne als Schlittenhund und ich als Eisprinzessin auf der Rodel. Zuhause hatte die HediOma schon eine Jause gerichtet und einen köstlichen Becherkuchen gebacken. Der PauliOpa und die HediOma tranken Kaffee und ich eine Ovomaltine, und wir taten uns am gebotenen Becherkuchen gütlich.

Der HediOma habe ich mein Missgeschick mit der Rodel erzählt. Sie hat zwar auch sehr gelacht, aber mich dann auch bedauert.