H o m e   O f   P a u l i O p a

Der PauliOpa, zwei Mäuse und ein Drucker...

zurück


der sich über einen Besuch von einer Maus so gar nicht freute, auch darüber nicht, dass er für einige Zeit von dieser zum Wohnsitz auserkoren wurde...

Vor einigen Jahren stand Weihnachten wieder einmal vor der Tür. Ich hatte mir diesmal für ein oder zwei meiner Klassenkameraden ein spezielles Geschenk ausgedacht. Ich wollte ihnen weiße Mäuse schenken. Also kaufte ich knapp vor Weihnachten einige weiße Mäuse. Leider durften meine Freunde keine Mäuse bei sich zuhause haben und so hatte ich diese bald wieder in meinem Besitz. Da ich selber auch zwei Mäuse haben wollte, hatte ich ja schon einen Käfig gekauft. Dem PauliOpa habe ich nichts davon erzählt, aber als er nach einigen Tagen von selber draufkam, brummte er etwas unwillig in seinen Bart: "Na ja, wenn es sein muss!" als Zeichen für sein Einverständnis. Auch die Rosi war mit den neuen Mitbewohnern einverstanden. Sie beobachtete sie jeden Tag, stundenlang saß sie vor dem Käfig und beäugte sie argwöhnisch. Sie wusste nicht dass das auch Futter war. Traf sie eine Maus heraußen an, lief sie weg und versteckte sich irgendwo in einem der Zimmer.

Der PauliOpa erzählte mir auch, dass er als Bub auch weiße Mäuse gehabt hätte, die in einer alten Wasserkanne logiert und immer einen strengen Geruch verbreitet hätten. Auch junge Mäuse hatten sie bekommen und das war dann auch schwierig, diese an andere Kinder zu verteilen, da auch damals das Halten von Mäusen in Wohnungen bei verschiedenen Leuten sehr verpönt war.

"Also, da gäbe es bei mir keine Schwierigkeiten, denn ich habe ja kein Pärchen, sondern zwei Männchen. Es gingen dann ein, zwei Monate und die beiden Mäuse führten ein geruhsames Dasein mit Fressen, Bewegung im Laufrad, da trainierten beide gemeinsam, was sehr lustig anzuschauen war und mit Bau von Nestern und sich putzig putzen.

Mir fiel auf, dass die eine Maus besonders gut genährt war, weil sie immer dicker wurde. An einem Sonntag morgen fiel ich aus allen Wolken, als ich in den Käfig blickte. Da wurlte es nur so von kleinen Mäusen in einem der Nester! Es waren 10 Stück an der Zahl. Ich wunderte mich zuerst, dass zwei Männchen Junge kriegen können, aber der PauliOpa lachte nur verschmitzt und meinte, dass ich da nicht sehr genau geschaut habe, als ich das Geschlecht meiner Mäuse festgestellt habe. Die kleinen waren zuerst ganz nackt und blind. Den Vater haben wir übrigens in einen anderen Käfig gegeben, da wir nicht sicher waren, ob er einige der die Jungen auffressen würde, wie es das Männchen von PauliOpa bei sich zuhause getan hat.

Dann bekamen sie einen weißen Flaum und öffneten die Augen. Hungrig war die Meute auch und die Mäusemutter hatte alle Zitzen voll zu tun, die ganze Mäuseschar zu ernähren. Als die Zeit gekommen war, trennte ich mich schweren Herzens von ihnen und brachte sie in die Tierhandlung, wo ich die beiden "Männchen" gekauft hatte. Der Transport sollte mit Hilfe einer Schuhschachtel passieren, die am Deckel Luftlöcher hatten. Ich platzierte die kleinen Mäuse da hinein und wir brachten die kleinen dann in die Tierhandlung.

Als wir wieder nach Hause kamen, war die eine Maus nicht mehr im ihrem Käfig. Sie war ausgebüchst. Wir sichten sie vergebens in der ganzen Wohnung ohne Erfolg. Der PauliOpa hatte dann eine Mausefalle gekauft, die wir dann in einem Zimmer aufgestellt hatten. Das Ding war eine Spezialkonstruktion, die funktionierte aber nicht. Bei der Kontrolle am Morgen stellten wir fest, dass das Futter, das wir als Köder in die Falle gegeben hatten, verschwunden war, aber die Falle blieb leer.

Wieder vergingen einige Tage, wir versuchten die Maus zu fangen, aber ohne Erfolg. Ich wollte verschiedene Tipps über Mäusefang ausdrucken, aber der Drucker, den mir der PauliOpa aufgestellt hatte funktionierte nicht mehr. Ich sagte das dem PauliOpa und der kontrollierte den Drucker. Er fand ein Plastikband, das sich gelöst hätte. Es war für den Transport der Druckerpatronen beim Drucken zuständig. Da der PauliOpa bei Druckern überhaupt keine Ahnung hatte, wie man diese zerlegt, geschweige denn repariert, fragte er bei einem seiner Nachbarn, dem Anton, an, der meinte, dass er sich das Ding ja einmal anschauen könne. Anton stellte des Drucker beim PauliOpa auf den Tisch und begann, diesen zu zerlegen. Der PauliOpa hatte anfangs zugesehen, sich dann aber wieder seinem Computer gewidmet.

Plötzlich hörte der PauliOpa einem Schrei und Gelächter. Der Anton lachte aus vollem Halse und meinte: "Sag einmal, was hast Du denn da gemacht mit dem Drucker?"

"Wieso, was ist denn?" fragte der PauliOpa.

Der Anton zeigte dem PauliOpa eine Flasche mit Nagellack, ein Stück Schokolade, ein halbes Keks, einen zermerscherten Wimpernstift und Druckerpapier mit gelben, geränderten unregelmäßigen Flecken. Diese Dinge hatten den Drucker blockiert und die Flüssigkeit die Platine zerstört. Du errätst schon, was das war? Die entlaufene Maus hatte sich im Drucker einquartiert und ein Nest gebaut. Das war einerseits sehr lustig, andererseits hatte der relativ teure Drucker das Zeitliche gesegnet. Die Haushaltversicherung kam für den Schaden natürlich nicht auf und der PauliOpa schickte die HediOma aus, um einen neuen Drucker zu kaufen.

Später habe ich dann die Mäuse gegen eine Haus-Ratte, die Punkielle, getauscht, für die ich dann noch eine zweite Ratte als Freundin besorgte, da sich Punkielle - wie ich glaubte - so einsam fühlte. So kam dann die Nemesis ins Haus. Ich hatte schon immer ein Faible für verrückte Namen.