H o m e   O f   P a u l i O p a

Wie der PauliOpa zum Nichtraucher wurde...

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Wie der PauliOpa sich von einem "starken Raucher" zu einem Nichtraucher gewandelt hat, wobei er einige Anläufe gebraucht hatte...

Der PauliOpa war als Klein-PauliOpa ziemlich rundlich, da seine Mutter eine glühende Anhängerin der "alles was auf den Tisch kommt wird gegessen"-Erziehungsmethode war. Es gab Zeiten, da saß der PauliOpa öfter zwei beim Mittagessen, bis dass der Teller ganz leer war. Bei Schnitzel oder Huhn saß er nicht lange, da war der Teller schnell leer. Aber bei Gemüse, wie Spinat und Kochsalat dauerte es manchmal schon seine Zeit. Er durfte nicht ausstehen vom Tisch, wenn der Teller nicht ganz leer war. Außerdem gäbe es dann auch kein schönes Wetter an nächsten Tag.

So wog der PauliOpa mit 12 Jahren 60 Kilo dick, mit 14 bekam er sein erstes Fahrrad und dann waren die Relationen wesentlich besser. Mit 16 Jahren war er 64 Kilo schlank, da er auch Radrennfahrer werden wollte, wie der Rudi Valenta, sein erstes großes Vorbild. Er frönte dann auch einige Jahre dem Radsport und er musste leider mit 19 Jahren zum Militär, auf ein Jahr. Da hatte er keine Zeit zum Radfahren und dort wurde auch der Grundstein für seine Raucherkarriere gelegt.

Auch Alkohol war dann nicht mehr so verpönt, hin und wieder nahm der PauliOpa grenzwertige Mengen dieser Getränke, vornehmlich Bier, aber auch Wein, zu sich, zumeist in Gruppen, da war es angenehmer und lustiger. Mit einer Zigarette in der Hand kam man sich auch schon sooo erwachsen und überlegen vor! Vom gesundheitlichen Standpunkte - so meinten die Soldaten - wäre das Rauchen und der Alkohol in Symbiose genossen eigentlich sehr ausbalancierend, da der Nikotin die Blutgefäße verengte, dar Alkohol aber diese erweiterte, also musste man rauchen, wenn man Alkohol trank und umgekehrt. Das Sprichwort gefiel auch besonders: "Rauchst, stirbst - rauchst nix - stirbst a, also rauchst." Dass aber Alohol macht Birne hohl, war da noch nicht so geläufig, damals.

Der PauliOpa rauchte - nach zaghaftem Beginn mit etwa 5 Zigaretten täglich - schon etwa 20 - 25 Zigaretten am Tag. War das eine Freude für die Tabakindustrie und für den Herrn Finanzminister. Wieder so ein leicht zu behandelndes Mitglied der Rauchergilde, das man schröpfen konnte. Wenn sich der PauliOpa ausrechnete, was an Geld er in blauen Dunst verwandelt hatte, käme er auf etwa 20.000 Euro in der etwa vierzigjährigen Raucherkarriere. Eigentlich eine schöne Stange Geld. Der PauliOpa sagt aber, dass das Geld so auch verschwunden wäre, in seiner Geldbörse ist immer so eine Hochofentemperatur, da schmelze das Geld so dahin. Auch beim Öffnen der Geldbörse müsse man aufpassen, da das Geld nur so herausfliegt, dass es eine Freude sei. Geld gehöre eingesperrt, am besten in einer Bank, da könne es nicht so leicht heraus, es sei denn man verwendet diese Lüftungen, die sich Bankomat nennen und wo man mit Plastikventilen das Geld herauslassen könnte.

Also rauchte der PauliOpa Jahr und Tag seine Zigaretten, ungeachtet der Wetterlage, ob Winter oder Sonne, er rauchte in Räumen und außerhalb, er rauchte auch in seiner Wohnung. Die HediOma sagte immer, er pofle alles voll. Aber sie lüftete dann brav und der Rauch war einigermaßen erträglich. Zumindest glaubte man das damals noch.

Es gab natürlich auch Zeiten, wo der PauliOpa das Rauchen beendete, zweimal für je sechs Monate und einmal für ein Jahr. Er fing aber immer wieder damit an, sei es dass er sich einmal sehr geärgert hatte, sei es dass es beruflichen Stress gegeben hat, einmal lagen auf einer Messe, wo der PauliOpa zum Ausstellerpersonal gehörte, lagen Zigarettenschachteln nur so herum, und auch Zigarren. Da nahm dann der PauliOpa eine solche dicke Zigarre, schnitt das eine Ende feinsäuberlich mit einem Zigarrenschneider zu und zelebrierte eine Havanna-Zigarre unter dem Motto: "Let me have a manager's cigar!". Das nächste war der Griff zu Zigaretten und - schwupp - war der PauliOpa wider Raucher und Mitglied der Sondersteuerzahler.

Der PauliOpa hatte aber auch einen enormen Gewichtszuwachs, wenn er zu Rauchen aufhörte. Er gewann innerhalb von 3 Monaten zehn Kilo, die dann nicht und nicht zu vertreiben waren. Er begann dann wieder zu Rauchen, damit die Kilos wieder verschwänden, aber das war eine irrige Annahme. Er gehörte dann wieder dem Klub der dicken Raucher an, wie ein Kabarettist das zu sagen pflegte.

Eines Tages saß der PauliOpa dann vor dem Fernseher und sah eine Talkshow, wo es um s Rauchen ging und wie man es bewältigte, ohne Schwierigkeiten aufzuhören. Da war ein Mann, der einige Gäste  zu hypnotisieren versuchte. Er meinte auch, die Fernsehzuschauer vor den Apparaten könnet ebenfalls mitmachen. Das tat der PauliOpa dann auch. Er sollte sich ganz entspannt mit geschlossenen Augen hinsetzen und sich vorsagen, dass er ganz ruhig sei, dass die Glieder schwer würden. Dann begann der Mann mit einer sehr beschwörenden Stimme seine Hypnose, oder was auch immer. Man solle sich vorstellen, dass man Nichtraucher sei, die Zigaretten schlecht und eklig seine, immer wenn man an eine Zigarette denke, würde Ekel aufsteigen und Widerwille, wenn man eine Zigarette anzünden wolle, sei das ebenfalls eklig und man schade seinem Körper, man solle sich vorstellen, wie schwarz die Lungen seien, richtig schwarz und wenig funktionsfähig, alle diese Gedanken solle man in das Unterbewusstsein verschieben und diese Sitzung dauerte etwa fünf Minuten. Der Hypnotiseur begann dann die Aufwachformel zu sprechen und wenn er in die Hände Klatsch sei man wieder wach und ganz erfrischt.

Das war auch so. Nur hat der PauliOpa nicht zu Rauchen aufgehört. Zumindest nicht gleich. Im Zuge einer Untersuchung sollte der PauliOpa einen Atemtest machen. Auf dem Weg ins  Spital zur Untersuchung wurde ihm etwas schwummerig und er bekam Atembeschwerden, die aber dann wieder vergingen. Im Spital angekommen, traten wieder die gleichen Symptome auf.

Man untersuchte den PauliOpa schnellstens, eine Reihe von Tests wurden gemacht, Blut abgenommen und schließlich verfrachtete man ihn in ein Zimmer zur Beobachtung. Dort war der PauliOpa dann drei Wochen Gast, man untersuchte ihn auf Herz und Nieren - nur man fand nichts. Er wäre gesund.

Während dieses Spitalsaufenthaltes jedoch rauchte der PauliOpa keine einzige Zigarette. Er hatte zwar ein Packerl im Nachtkästchen, aber er rührte es nicht an. Nach den drei Wochen hatte der PauliOpa das Gefühl, seine Lungen wären leichter und - bildlich gesprochen - auch durchsichtiger. Der PauliOpa beschloss, nach dem Motto: "Initum obsta!" vorzugehen, was bedeutet, dass man den Anfängen wehren sollte, also die nächste Zigarette nicht mehr anzuzünden.

Seltsam war dann aber, dass der PauliOpa immer großen Abscheu und Ekel verspürte, wenn er an eine Zigarette auch nur dachte, oder an ein Tabakkrümelchen. Jeder Tag wurde rauchfrei, die Wohnung war wieder rein und die vorhänge rochen nicht nach Rauch. In der Früh gab es auch keine schalen Gerüche mehr, wenn man vergessen hatte, den Aschenbecher auszuleeren. Kalter Rauch war fürchterlich. Das alles war mit einem Schlage anders.

Der PauliOpa hat zwar wieder zugenommen, weil er wahnsinnigen Gusto auf Schokolade und andere Süßigkeiten bekam, er verdrückte oft eine große Tafel Schokolade oder diese Mannerschnitten im Doppelpack oder auch andere leckere Sachen. Es dauerte nicht lange und der PauliOpa war wieder rundlich.

Er sagte aber immer, er sei nicht dick, nur sehr, sehr geschmeidig. Er begänne auch die Morgendiät, was bedeutet: "Morgen fange ich an..." Aber es sei wahrscheinlich leichter abzuspecken, als das Rauchen zu stoppen. Ws such noch wichtig war, früher war der PauliOpa immer grantig und unansprechbar, wenn er keine Zigaretten hatte, da er aber jetzt eine andere Einstellung dazu gewonnen hatte, blieb er gutgelaunt und fröhlich, außer man ärgerte ihn, das war aber nicht ganz so schlimm. denn der PauliOpa war mit den Jahren auch ein sehr geduldiger Mann geworden. Ob er weise geworden ist? Das fragt ihn bitte selber...

Essenz: Rauchen aufhören sei nicht schwer, immer nur die nächste Zigarette nicht anzünden ...