H o m e   O f   P a u l i O p a

Der PauliOpa und die Osterhasen...

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...haben ein gutes Verhältnis, aber sie lassen sich nicht gerne sehen, also hatten wir an einem Palmsonntag ein besonderes Erlebnis im Wald...

Am Palmsonntag gingen wir wie jedes Jahr in die Kirche zur heiligen Messe, der PauliOpa und ich. Nach der Messe standen wir auf dem Pfarrplatz und sprachen mit einigen Leuten über dies und das.

Die Sonne versandte bereits eifrigst ihre wärmenden Frühlingsstrahlen und wir freuten uns sehr darüber. Der PauliOpa meinte, dass einem das Herz aufginge bei einer solchen Feiertagsstimmung.

Nach einer Weile sagte der PauliOpa zu mir: " Ich glaube, wir sollten vor dem Essen noch einen kleinen Spaziergang machen, bei diesem schönen Wetter." Ich pflichtete ihm bei und so machten wir uns auf, um im nahem Wald eine kleine Runde zu wandern.

Als wir so im Wald dahinschlenderten, dem lauen Wind lauschten, der mit den Zweigen spielte, und den Frühling spürten, zwitscherten die Vöglein ihre schönsten Melodien, die Amseln, die Finken und die Meisen. Wir sahen auch einige Stieglitze, die im Winter regelmäßig unser Vogelhäuschen hinter unserem Haus im Garten besuchten und sich an dem Futter erfreuten, das wir für sie immer hineinstreuten. Auch huschten einige Eichhörnchen vorbei.

Als wir also so im Wald dahinspazierten, gelangten wir an eine Lichtung. Da wir Geräusche von dort hörten, gingen wir langsam - von bereits in Blättern stehendem Gebüsch verdeckt - weiter auf diese Lichtung zu. Hinter einem großen Baum blieben wir stehen und spähten vorsichtig hervor.

Ich traute meinen Augen kaum... Es herrschte ein geschäftiges Treiben auf dieser Lichtung, dass es eine Freude war. Da befanden sich doch wirklich einige Hasen hier. Nichts besonderes, werdet ihr sagen! Aber es waren, wie wir unschwer erkennen konnten, die Osterhasen, welche Eier mit bunten Farben bemalten, Süßigkeiten verpackten und auch sonst Dinge anfertigten, die sie dann am Ostersonntag hier und dort verstecken würden. Der PauliOpa legte seinen Zeigefinger auf seinen Mund und bedeutete mir so, besonders still und leise zu sein.

Leider konnten wir sie nicht lange beobachten und uns sonstwie bemerkbar machen. Wie gerne hätte ich mich mit diesen Osterhasen unterhalten. Ich hatte tausend Fragen auf der Zunge. Aber nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn sie uns bemerkt hätten... Da würden viele Kinder vielleicht traurig sein, weil die Osterhasen dann am Ostersonntag für sie keine Eier verstecken würden und auch keine Süßigkeiten und andere leckere Sachen.

Also winkte mir der PauliOpa zu, dass wir uns vorsichtig wieder zurückziehen sollten. Ich war ganz beeindruckt von der Tatsache, die Osterhasen wirklich gesehen zu haben, denn ich war schon in einem Alter, wo ich manchmal an der Existenz der Osterhasen gezweifelt hatte. Der PauliOpa war ganz ernst und in Gedanken versunken. Ich glaube, er dachte daran, dass wir zu den wenigen Menschen gehörten, die die Osterhasen wirklich und leibhaftig gesehen hatten.

Nach geraumer Zeit gelangten wir zu Hause an und ich habe meiner Mama und der HediOma von dem Ereignis berichtet. Sie wollten es kaum glauben, aber der PauliOpa nickte auch sehr bedeutungsvoll und bestätigend dazu.

Abends, im Bett dachte ich daran, wie wir die Osterhasen bei ihrer Arbeit belauscht hatten und ich malte mir aus, wie es denn gewesen wäre, wenn wir ihnen hätten helfen dürfen. Sie hatten ja soviel zu tun gehabt.

Ich war auch schon richtig neugierig, was ich denn dann auch selbst am Ostersonntag im meinem Nestchen finden würde. Mit diesen Gedanken an ein sehr interessantes Erlebnis entschwand ich dann in das Traumland und träumte, dass meine Wünsche Wirklichkeit geworden sind.

Ich durfte den Osterhasen helfen und der PauliOpa war auch da. Er schleppte Eier und Schokoladeosterhasen herbei. Wir halfen beim Verpacken und beim Sortieren der Eier und anderen Leckerein in die bereitgestellten großen Körbe, mit denen die Osterhasen dann die Nester für die Kinder füllten und versteckten.

Eier anmalen durften wir selber nicht. Das machten nur die Osterhasen. Sie meinten, wir könnten das nicht, weil man dafür in die Osterhasenschule gehen müsste und das Ostereieranmalen nicht von heute auf morgen lernen könne.

Wenn ihr es nicht glaubt, könnt ihr es ja selber einmal ausprobieren...